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... weil er ein musischer Nerd ist!

Monat: Juni 2018

Die Mutter – KickOff

Maxim Gorki Die Mutter Roman

Maxim Gorki „Die Mutter“ Vorderseite des Buches

Trivia

Ich kannte den Namen Maxim Gorki nur vom Hörensagen und hatte keine Vorstellung vom Werk dieses Schriftstellers. Als ich also eines Abends in meinem Lieblingsburgerladen stand und freundlich daraufhingewiesen wurde, dass es noch ungefähr 25 Minuten dauern würde, bis ich überhaupt meine Bestellung aufgeben könne, fand ich einem Regal des Restaurants dieses Buch und sagte mir „Mensch, mal sehen, was der so schreibt!“ Der Titel „Die Mutter“ macht sehr neugierig, wie ich finde.

Fakt ist, ich wurde vom ersten Wort an in die Szenerie gesetzt und von ihr gefesselt. Die realistischen Beschreibungen, die Schwere des Alltages der Vorstädter, die hoffnungslose Ausweglosigkeit, die sich ja über Generationen ausgedehnt zu haben scheint und unüberwindbar wirkt, ist beeindruckend.

Ich glaube aber, dass mich das „Setting“ noch aus einem anderen Grund fesselt; ich, in meinem Alltags- und Arbeitsleben, pendle morgens und abends 2 Stunden von zu Hause ins Büro und wieder zurück. Die 8 Stunden dazwischen, habe ich an meinen Arbeitgeber verkauft. Meine Arbeit ist modern, die Zeiten von Schmutz und Dreck bei der Arbeit sind vorbei; Dennoch spüre ich mit Mitte 30 den Verschleiß; und ich habe, wenn ich meine Mitpendler so ansehe und interviewe, noch ein ganz angenehmes Auskommen. Aber es gibt heute viele Menschen, die genauso pendeln wie ich, aber bis zu 50% ihres Einkommens allein für die Miete aufbringen müssen oder sich ihre Miete nur mit einem Partner zusammen leisten, der sie nicht glücklich macht, und sie somit in zweierlei Abhängigkeit (Arbeitgeber/Partner) leben.

Vielleicht glaube ich auch nur, dass ich es besser habe und bin genauso arm dran. Vielleicht ist es so, dass jeder nur hofft, es irgendwann besser zu haben, aber dabei sein Leben unter Wert feil bietet. Im Buch selbst wird gleich im ersten Kapitel ein Indiz dafür genannt, woran man erkennen kann, ob einen der Beruf zu sehr einnimmt und das Leben dadurch aufzehrt: Wenn es unter den Arbeitern nur noch die Arbeit als Konversationsthema gibt und abseits dessen nur Unmut und Überschwang und Rücksichtslosigkeit der Menschen untereinander herrscht, dann ist man schon ziemlich nah am „Worst-Case“, wie die Unternehmensberater sagen.

Maxim Gorki Roman Die Mutter

Titelseite „Die Mutter“ von Maxim Gorki

So oder so: die 25 Minuten Wartezeit sind, mit einem kühlen Radler kombiniert, wie im Fluge vergangen und ich habe das Restaurant nicht nur mit Nahrung für den Körper verlassen. 🙂

Direkter Kapitelsprung

Erster Teil

Kapitel1 Kapitel2 Kapitel3 Kapitel4  Kapitel5

Kapitel6 Kapitel7 Kapitel8 Kapitel9

Die Mutter – Kapitel 1

Die in diesem Kapitel folgende Beschreibung der Anfangsszene des Romans ist so detailreich und fesselnd, dass es eigentlich zu schade ist, sie nur teilweise oder verkürzt wiederzugeben. Dennoch:

Wir lernen das Leben der „Vorstädter“ kennen, denen eine Fabrik jeden Tag aufs Neue metaphorisch die „Kraft aus den Muskeln saugt“ und sie zum Feierabend wieder ausspeit, um sie in ein paar Stunden Trunkenheit zu entlassen, bevor sie sie am nächsten Morgen mit dem stechenden Schrill der Werksirene wieder zu sich ruft.

Wir befinden uns in der Hochzeit der Industrialisierung an der Wende von 19. zum 20. Jahrhundert irgendwo in einer kleinen, russischen Vorstadt:

„Tagtäglich erklangen in der rauchigen, öligen Luft über der Arbeitervorstadt die zitternden, heulenden Töne der Fabriksirene, und ihrem Ruf gehorchend, kamen aus den kleinen grauen Häusern gleich erschreckten Küchenschaben finstere Menschen auf die Straße gelaufen, die ihre Muskeln durch Schlaf nicht hatten erfrischen können.“

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Anne Elliot – Kapitel 8

Handlungszusammenfassung

Nachdem der Bann der ersten Begegnung nach so langer Zeit zwischen Anne und Frederick gebrochen war, wird der gegenseitige Umgang beider in großer Musgrover Gast-Gesellschaft fast schon zur Routine. Sie wechseln allerdings kein Wort zu viel miteinander, sind beide sehr reserviert. Während die kleine Gesellschaft, und insbesondere die Töchter Musgrove, sich also intensiv mit Wentworth und seiner Vergangenheit sowie den Erlebnissen auf See beschäftigt und er in diesem Zuge nicht umhin kommt, das Jahr seines Verlöbnisses mit Anne, 1806, zu erwähnen, jedoch selbstverständlich ohne dieses Ereignis selbst auch nur zu tangieren, ist Anne stets in Gedanken darüber, was er dabei wohl empfinden mag und versucht Regungen zu erkennen, die auf sein Innenleben schließen lassen.

Wir erfahren, dass Wentworth bereits als junger Offizier das Glück hatte, das Kommando über eine Schaluppe namens ‚Espe‘ zu erlangen, wie er mit diesem Schiff auf eine napoleonische Fregatten traf, sie „einholte (‚brought her home‘)“ und das alles bevor ein viertägiger Seesturm losbrach, von dem die Espe nicht einmal zwei Tage hätte heil überstehen können. Nach der Stilllegung der Espe wurde Wentworth auf die ‚Lakonia‘ versetzt, wo er unter anderem ‚Dick‘ Musgrove vorgesetzt war, eine Tatsache, für die sich Mrs. Musgrove verständlicherweise besonders interessiert.

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Anne Elliott – Kapitel 9

Handlungszusammenfassung

Frederick Wentworths Empfang in Kellynch ist von „so viel Freundlichkeit und Schmeichelei begleitet“,  dass er sofort regelmäßiger und umworbener Gast in Groß-Uppercross wird. Zu den Gästen dieser morgen- und abendlichen Gesellschaften stößt ein der Familie Musgrove bereits wohl bekanntes Gesicht, der Geistliche Charles Hayter, der älteste Sohn der verwandten Familie Hayter aus Winthrop.

Bevor Wentworth auf der Uppercrosser Bildfläche auftauchte, schien es zwischen Henrietta Musgrove und Charles Hayter ausgemachte Sache zu sein, sich bald miteinander zu verloben. Zu seinem Unmut muss er nach seiner zweiwöchigen Abwesenheit feststellen, dass Henrietta nicht nur, wie Lousia, stark um Fredericks Aufmerksamkeit buhlt, sondern sich darüber hinaus nur noch halbherzig für ihn und seine Pläne bezüglich einer nahegelegenen Pfarre interessiert.

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Anne Elliot – Kapitel 10

Handlungszusammenfassung

Anne bleibt weiterhin Zeuge der Liebeskomödie der vier Rivalen Wentworth, Hayter, Louisa und Henrietta. Wentworth genießt die Aufmerksamkeit beider Damen, Hayter zieht sich zurück, Henriette schwankt zwischen beiden Männen und Louisa hat nur Augen für Frederick.

Eines anderen Morgens spazieren die Musgrove Töchter allein an Klein-Uppercross vorbei und laden Mary und Anne mehr oder weniger freiwillig zum Mitkommen ein. Zufällig stoßen auch Charles Musgrove und Frederick dazu, die gerade von einer unglücklichen Jagd zurückkehren. Gemeinsam spazieren sie also los.

Henrietta und Louisa scheinen die Richtung des Sparziergangs vorzugeben und landen, für Mary überraschend, in Winthrop, dem Familienssitz der Hayters. Nach kurzer, eindringlicher Unterredung zwischen den Musgrove Töchtern wird entschieden, dass Charles und Henrietta Musgrove der Familie ihrer Tante einen Besuch abstatten sollen.

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Anne Elliot – Kapitel 11

Handlungszusammenfassung

Lady Russells Rückkehr und damit Annes Abreise von Uppercross zurück nach Kellynch rückt immer näher, als die absehbare Geschichte eine andere Wendung nimmt. Kapitän Wentworth war zwei volle Tage nicht in Uppercross erschienen, weil er erfahren hatte,  dass sein enger Freund Kapitän Harville nur 20 Meilen weiter in Lyme lebte, zu dem er sich sofort begab.

Nach seiner Rückkehr entschuldigte er sich bei den Musgroves für sein Fortbleiben, das allerdings allseits als gerechtfertigt angesehen wurde und nach Fredericks anschschaulicher sowie löblicher Schilderung des Reizes von Lyme, und obwohl es schon November war, entschieden sich Charles, seine Frau Mary, Anne, Henrietta, Louisa und Frederick dazu, gemeinsam nach Lyme zu reisen.

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