Bouvier liest...

... weil er ein musischer Nerd ist!

Kategorie: Direkt!

Bouvier direkt!

„Ein Mann ist immer erst dann ein Mann, wenn er jeder Hure widerstehen kann!“

Leider weiß nicht, wem ich dieses Bonmot zuschreiben muss, aber ich habe es im Laufe meines Lebens einmal irgendwo aufgeschnappt und wurde schlagartig von seiner Tiefsinnigkeit quasi überrannt. Dieses Mini-Blog soll mir, neben meiner hobbymäßigen Lesedokumentation von schönen Klassikern der Literatur, die Möglichkeit geben, meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen zu den Hürden und Stolpersteinen im Leben eines männlichen Humanoiden zum Besten zu geben; frei von der Leber weg und ungeschönt!

Im Laufe der Zeit erschließt sich dem geneigten Leser hoffentlich, warum ich dem eingangs erwähnten Leitsatz so viel tieferen Sinn zuschreibe; nur so viel: Es ist dem Mann nicht natürlich gegeben, glaube ich (Achtung! subjektive Darstellung), der gesamten Fülle an Versuchungen des weiblichen Geschlechts einfach so widerstehen zu können! Was ist also zu tun? Wie lernt man das? Monogamie ist heute en Vogue und inoffizieller Standard innerhalb einer Beziehung, wie also umsetzen?

Auf geht’s! 🙂

Das zertretene Herz

(Soundtrack zum Post: Alicia Keys – Try sleeping with a broken heart)

Sie hatte ihn verlassen, so viel stand fest. Oder jedenfalls hatte er es so zu akzeptieren. Sie lebte nun woanders. Er hatte ihr unmissverständlich klar gemacht, dass er es nicht länger etrage, wenn sie ihrem Neuen schreibe, ihm auf der Straße zu winke oder in ihrem ehemalig gemeinsamen Heim wie ein Geist herumschwirre, der in Gedanken nur seiner Verliebtheit für ihn nachhängt. Sie möge gehen und sich klar werden, was sie wollte, hatte er ihr respektvoll zu Verstehen gegeben.

So saß er nun, allein, im Halbdunkel der winterlichen Abenddämmerung auf dem Sofa, das einst Zeuge vieler liebevoller Spielereien zwischen ihnen gewesen war. Alles war ruhig, kein Knistern, kein Verkehrslärm von der Straße, nicht einmal sein eigenes Atmen konnt er hören. Die Zeit verstrich gleichgültig und zäh. Keine neue Sekunde, Minute oder Stunde hatte eine Bedeutung: Wozu auch? Was soll schon noch Neues passieren? Nichts, das er sich in seinem gebrochenem Herzen ausmalte, vermochte es, seine Einsamkeit, seine zerstörte Illusion von lebenslanger Zweisamkeit auszugleichen oder wenigstens zu lindern.

Doch plötzlich!

Durch die dunkle Stille des Raumes, schneidet sich das scharfe, respektlose Klingeln seines Telefons. Sie ruft an! Was will sie? Hat sie gespürt, wie sehr ich sie vermisse? Hat sie vielleicht erkannt, dass sie auch ohne mich nicht leben kann und will? Die bange Hoffnung und die trotzdem stärkere Angst vor noch schlimmeren Hiobsbotschaften, lassen sein Herz wie einen schweren Klotz, den man auf dünne, in der Luft hängende Styroporplatten fallen lässt, drei Etagen tiefer plumpsen. Grauenvoll! Und doch: vielleicht ist ein wenig Hoffnung doch noch gerechtfertigt…

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„Blass-Blau“

Morgens im Zug

In den Zug eingestiegen, der Zug ist fast leer, es sind viele Plätze frei und gleich gut, wo setze ich mich also hin? Ich scanne die einzelnen Sitzgelegenheiten nach dem einen oder anderen Vorteil ab; Sonne, Licht, Möglichkeit ungestört lesen zu können etc. Irgendwas wird mich schon ‚flashen‘ und dann werde ich es wissen.

Plötzlich wird einer dieser Plätze so klar und eindeutig der Vorteilhafteste an diesem Morgen, weil ich, wenn ich mich dort niederlasse, eine junge Frau in einem blass-blauen Kleid fast vollständig einsehen kann. Sie sitzt mit ihrem Smartphone in der Hand an die Wand gelehnt, hat Kopfhörer in den Ohren und hält sich den Display vor die Nase; wahrscheinlich guckt sie gerade irgendeinen Müll auf YouTube, aber egal. An der Stelle ihres linken Beines, an der es nackt das Kleid nach unten verlässt bemerke ich, dass sie durch das Sitzen leicht wellige Haut hat, was mich aber wie üblich davon überzeugt, dass sie ein ganz normales, natürliches Mädchen ist und keine von diesen auf Fake getunten, professionellen Pornoschranzen aus dem Internet (Reale Amateure natürlich ausgenommen; Kenner wissen, wovon ich rede).

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