Während die Wlassowa eines Tages in der Vorstadt unterwegs ist ,wird sie von mehreren Leuten auf die zu Gerüchten Anlass gebenden Vorgänge in ihrem Hause angesprochen.

Da ist zum Einen der alt-ehrwürdige Gastwirt Begunzow, der ihr sagt: „Alles, was der Mensch vor anderen Menschen nicht zu sagen traut – was ist das? Das sind Geheimnisse! Für Geheimnisse aber ist nur unsere heilige apostolische Kirche der Ort. Alle anderen Geheimnisse, die sich in den Winkeln vollziehen, sind Verirrungen des Geistes!“

Zum Anderen ist da die Nachbarin der Wlassowa, Marja Korsunowa, die ihr von „bösen Gerüchten“ über ihren Sohn berichtet: „Er soll eine Gesellschaft in der Art der Chlysten gegründet haben. Man nennt das Sekte!“

Auf diese Gerüchte angesprochen bemerken Pawel und Nachodka, der eigentlich Andrej Onissimowitsch heißt, nur: „im Sumpf riecht alles faul!“

Eines Nachts belauscht die Mutter ein Gespräch zwischen Pawel und Nachodka im Nebenzimmer. Der Kleinrusse gesteht, dass er in Natascha verliebt ist und nicht weiß, ob er es ihr gestehen soll.

Pawel, der sich zu einer sehr strengen und „mönchhaften“ Person entwickelt hat, auf die sogar die älteren der Runde meistens hören:

„Man muss sich immer darüber klarwerden, was man will, Andrej. Nehmen wir an, sie liebt dich auch. … Das wird eine interessante Ehe: eine Intellektuelle und ein Arbeiter! Es kommen Kinder… du musst ganz allein schuften… und zwar tüchtig. In eurem Leben wird es dann nur noch um das Stück Brot, um die Kinder, um die Wohnung gehen… für unsere Sache seid ihr verloren. Alle beide.“

Als die Mutter hört, wie der Kleinrusse sich durch Pawels Worte überzeugen lässt, beginnt sie leise und lautlos in ihr Kissen zu weinen ob des Mitleides, das sie für Andrej, mehr aber noch für ihren Sohn, empfindet.

Begriffe

Schildpattbrille: Brille aus aus Schildpatt, einem sehr charakteristischem Material

Chlysten: eine russische, asketisch lebende, religiöse Geheimgesellschaft, die vom 17. bis 20. Jahrhundert existierte (Quelle)