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... weil er ein musischer Nerd ist!

Schlagwort: Nachodka

Die Mutter – Kapitel 5

Eines Tages kündigt Pawel seiner Mutter an, dass er für den nächsten Sonnabend ein paar Gäste erwarte. Auf den darauf folgenden heftigen, ängstlichen Tränenausbruch der Mutter begegnet er im Ton des Vaters: „Eben an dieser Angst gehen wir alle zugrunde. Die uns kommandieren, nutzen unsere Angst aus und schüchtern uns noch mehr ein!“

Die Mutter erwidert bezeichnend: „Mein ganzes Leben habe ich in Angst zugebracht – meine Seele ist von Angst überwuchert!“

Am Sonnabend also treffen, während Pawels Abwesenheit, seine Gäste nacheinander bei der Mutter ein: Zuerst ein großer, schlacksiger Mann, ein Kleinrusse aus Kanew, der Nachodka genannt wird. Er ist bei einer inzwischen verstorbenen Pflegemutter aufgewachsen und ist noch auf der Suche nach seiner richtigen Mutter, die er bettelnd in Kiew vermutet.

Daraufhin tritt ein kleines, rundlich frisches Mädchen mit dem Namen Natascha Wassiljewna in den Raum und bei der Vorstellung des Mädchens im Hause gibt die Mutter ihren Namen mit „Pelageja Nilowna“ an.

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Die Mutter – Kapitel 7

Diese sonnabendlichen Zusammenkünfte werden allmählich zur Routine der Beteiligten und „jedes Zusammensein glich einer Stufe auf einer langen, schrägen Leiter, die irgendwohin in die Ferne führte und die Menschen langsam emportrug.“

Über Natascha erfahren wir, dass ihr Vater und Bruder sehr rohe Menschen sind und ihre Schwester unglücklich mit einem älteren Mann verheiratet ist. Ihre Mutter scheint der Wlassowa sehr ähnlich zu sein, denn sie lebt ebenfalls in ständiger Angst vor allem.

Pawel entwickelt sich während dieser Treffen zu einem leidenschaftlichen Redner, der Mutter fällt dabei auf, dass er jedoch gegenüber Natascha milder und freundlicher ist.

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Die Mutter – Kapitel 9

Sie Sozialisten beginnen damit, jeden Montag Flugblätter in der Vorstadt zu verteilen, was auf ein geteiltes Echo stößt: Unmut bei den Ältern, Begeisterung bei den Jüngeren und dumpfe Gleichgültigkeit bei der von Arbeit abgestumpften Mehrheit.

Die Flugblätter führen dazu, dass Offiziere der Obrigkeit Hausdurchsuchungen und Befragungen in der Vorstadt anstellen, was die Mutter in helle Aufregung versetzt. Panisch läuft sie zum Haus von Fedja Masin, der krank war und nicht arbeitete, um ihm von den Durchsuchungen zu erzählen, er aber schickt sie wieder nach Hause, obgleich er selbst beunruhigt scheint.

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